Fort- und Weiterbildung
Weiterbildungskonzept der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der Sana Kliniken Lübeck im Rahmen des Regionalen Zentrums für Anaesthesie, Schmerztherapie, Rettungs- und Intensivmedizin der Sana Kliniken Lübeck und Ostholstein
Das Weiterbildungskonzept (60 Monate) der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der Sana Kliniken Lübeck sieht folgendes Curriculum vor:
Bis zum Facharzt (60 Monate):
• 6 Monate Unfall- und Handchirurgie
• 6 Monate Visceralchirurgie
• 3 Monate Urologie
• 3 Monate Regionalanästhesie
• 6 Monate Gefäß- und Thoraxchirurgie
• 6 Monate Gynäkologie, Geburtshilfe, Kinderanästhesie (Eutin)
• 12 Monate Intensivmedizin
• 6 Monate Thoraxchirurgie und große Visceralchirurgie
• 3 Monate Prämedikationssprechstunde
• 6 Monate Schmerztherapie
• 3 Monate Notfallmedizin
Im Anschluss an die Facharztprüfung:
- 12 Monate Intensivmedizin
- 12 Monate Spezielle SchmerztherapieEs besteht die volle Weiterbildungsermächtigung für Anästhesie sowie für die spezielle anästhesiologische Intensivmedizin.
Weiterbildungsveranstaltungen finden mehrfach im Jahr im Rahmen des Regionalen Zentrums für Anaesthesie, Schmerztherapie, Rettungs- und Intensivmedizin statt.
In Eutin finden regelmäßig im Rahmen eines Qualitätszirkels interdisziplinäre Schmerzkonferenzen unter anästhesiologischer Leitung statt.
Angelehnt an das Weiterbildungshandbuch Anästhesie nach Heller und Koch, 2006
Die aktuelle Weiterbildungsordnung (WBO) der Bundesärztekammer schreibt jährliche
Überprüfungen des Wissensstands vor, jedoch genügen dokumentierte, mindestens
jährliche Rotationsevaluationen diesem Anspruch. Gegenstand dieser Prüfung sind die
Lehrinhalte der einzelnen Rotationen. Das Ergebnis des Fachgesprächs wird schriftlich
fixiert und mit dem Weiterbildungsassistenten diskutiert.
Ein wesentlicher Aspekt in diesem Weiterbildungsstadium ist die Einordnung seines
bisherigen praktisch klinischen und theoretischen Vorankommens sowie seiner
Entwicklung als Teammitglied und als Persönlichkeit. Die Weiterbildungsinhalte, wie sie
1994 von der DGAI als Curriculum formuliert wurden, können als Gegenstandskatalog
dienen.
Das Curriculum geht von der Prämisse aus, dass das theoretische und praktische Wissen,
das in der Weiterbildungsordnung und den Richtlinien der Bundesärztekammer
veröffentlicht wurde, ein Basiswissen für den Erwerb der Facharztbezeichnung darstellt.
Deshalb enthält es ausschließlich eine Zusammenstellung des für das Erreichen dieses
Ziels unabdingbaren und relevanten Wissens. Besondere spezielle Kenntnisse in einigen
Schwerpunkten der anästhesiologischen Tätigkeit gehören nicht zum Inhalt dieses
Curriculums.
Während der fünfjährigen Weiterbildungszeit für den Facharzt Anästhesie sollen
eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Durchführung von Narkosen
unter Berücksichtigung sämtlicher einschlägiger anästhesiologischer Verfahren bei
Eingriffen in allen operativen Gebieten, in den Verfahren der Leitungsanästhesie, den
Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung und zur Schockbehandlung, der
Dauerbeatmung mit Respiratoren sowie der Transfusions- und lnfusionstherapie, der
Einleitung weiterer diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen und in den
theoretischen und medizinischen Grundlagen des Gebietes erworben werden. Ferner
beinhaltet die Weiterbildung in der Anästhesiologie und lntensivtherapie die Vermittlung
und den Erwerb von Kenntnissen über Röntgendiagnostik der Thoraxorgane sowie über
Vergiftungsbehandlung, die Tracheotomie bzw. Koniotomie und notfallmäßige
Schrittmacheranwendung.
Die Unterteilung des Stoffes in eingehende Erfahrungen und Fertigkeiten ergibt sich aus
der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer. Die Anzahl der zu
erbringenden und nachzuweisenden Leistungen ist in den vom Vorstand der BÄK
erlassenen Richtlinien enthalten.
Die Weiterbildungsordnung in der Anästhesiologie enthält keine Richtlinien zur Systematik
der Weiterbildung. Das Ziel des Curriculums ist es deshalb, die einzelnen Inhalte der
Weiterbildung so einzuordnen und zu systematisieren, dass sie, beginnend mit dem
ersten Jahr der Weiterbildung, eine schrittweise Steigerung des theoretischen und
praktischen Wissens ermöglichen.
Frau Prof. Saur verfügt in Lübeck über die Weiterbildungsermächtigung für Anästhesie
gemeinsam mit Dr. Prüßmann, für die Spez. Intensivmedizin gemeinsam mit B.
Bachmann, in Eutin mit OA H. Nguyen für die Anästhesie, in Oldenburg 3 Jahre für
Anästhesie mit OA M. Shah. Das vorliegende Weiterbildungscurriculum des Regionalen Zentrums Anaesthesie,
Schmerztherapie, Rettungs- und Intensivmedizin ist so ausgerichtet, dass bei einer
Wunschrotation innerhalb der Krankenhäuser des Regionalen Zentrums Anaesthesie,
Schmerztherapie, Rettungs- und Intensivmedizin der Weiterbildungsassitent/
Weiterbildungsassistentin (WBA) in Absprache mit Prof. Saur einen Rotationspartner
suchen muss. Beide Partner stellen ausreichend frühzeitig den Antrag auf Rotation bei der
CÄ Prof. Dr. med. P Saur und dem Betriebsrat.
Jeder WBA ist verpflichtet, sich gemäß der Verfahrensanweisung zur Anwendung des
Medizinproduktegesetzes zu verhalten und für eine entsprechende Einweisung in die
Geräte zu sorgen. In der Anästhesie und Schmerztherapie ist dies innerhalb des ersten
Monats seiner Tätigkeit im Regionalen Zentrum zu regeln, auf der ITS soll dies in der 1.
Woche der insgesamt vierwöchigen Einarbeitungszeit geregelt werden.
Jeder WBA ist verpflichtet, die aktuelle Transfusionsordnung zu kennen, sie anzuwenden
und umzusetzen.
Jeder WBA verpflichtet sich weiterhin, sich aktiv über die aktuelle Literatur zu informieren,
sich regelmäßig fortzubilden und im geeigneten Rahmen regelmäßig aktuelle
fachrelevante Themen zu bearbeiten und zu referieren.
Der Facharztstandard bei der Weiterbildung wird gewährleistet, indem dafür gesorgt wird,
dass der WBA unter Supervision eines Facharztes arbeitet.
Dieses Curriculum kann in Einzelfällen modifiziert werden. Ebenso greifen in vielen
Bereichen die unterschiedlich aufgeführten Rotationen im Regionalen Zentrum
Anaesthesie, Schmerztherapie, Rettungs- und Intensivmedizin ineinander und können
aufgrund der Struktur des Zentrums Anaesthesie, Schmerztherapie, Rettungs- und
Intensivmedizin nicht losgelöst voneinander betrachtet werden.




